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 Betreff des Beitrags: zwei unbekannte Kampfmesser
BeitragVerfasst: Sa Mai 15, 2010 9:16 am 
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Oberschütze
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Registriert: Di Mai 11, 2010 8:12 pm
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Servus !

Da ich hoffe, daß sich hier im Forum erfahrene Blankwaffen-Sammler tummeln möchte ich mal diese beiden Blankwaffen anfragen.

Mich würde der Produktionszeitraum und das Herstellungsland interessieren.

Abmessungen:
Ges.-Lg.: 28,7cm, Klingenlänge: 16,2cm
Ges.-Lg.: 29,5cm, Klingenlänge: 17cm (beim Messer m. Messing-Parierstück).

Danke und Gruß,

R.
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 Betreff des Beitrags: Re: zwei unbekannte Kampfmesser
BeitragVerfasst: Sa Mai 15, 2010 9:19 am 
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Oberschütze
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Registriert: Di Mai 11, 2010 8:12 pm
Beiträge: 5
...
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 Betreff des Beitrags: Re: zwei unbekannte Kampfmesser
BeitragVerfasst: Sa Mai 15, 2010 3:15 pm 
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Fähnrich
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Registriert: Sa Okt 04, 2008 4:11 pm
Beiträge: 420
Wohnort: Gau Mittelelbe
Hallo reibert,
:winke:

deine 2 Stücken sind, soweit ich es weiss, noch nirgendwo genau zugeordnet worden :trau:
Es tauchen immer mal wieder Stücke auf,so das davon auszugehen ist, das es sich um industriemässig gefertigt Dolche handelt( keine Grabenfertigung,Frontfertigung)
Vermutungen laufen auf Österreich 1.WK hinaus,wie gesagt Vermutungen :rauch:

http://www.rainerregiment.at/joomla/ima ... dolche.jpg

Aber wer Hersteller :ka: :ka:

LG
:zwink:
kabl

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 Betreff des Beitrags: Re: zwei unbekannte Kampfmesser
BeitragVerfasst: Sa Mai 15, 2010 8:41 pm 
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Oberschütze
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Registriert: Di Mai 11, 2010 8:12 pm
Beiträge: 5
Danke !

In Deinem link zeigst Du uns das Österr.-ungarische Kampfmesser Modell 1917

Daß meine beiden Kampfmesser österr. Provenienz aus dem Weltkrieg sind, glaube ich eher nicht ...

Im "VISIER SPECIAL" Nr.12, "Militärmesser" sind beide Messer auf der Seite 30 im Bild gezeigt.
Aus dem Bericht geht hervor daß vermutet wird, daß diese Messer aus dem Ostblock - wahrscheinlich aus Rumänien, der ehemaligen Tschechoslowakei od. der Sowjetunion stammen.

Wenn dem tatsächlich so ist würde das bedeuten, daß die Messer nach 1945 gefertigt worden sind.
Da aber bereits im Zweiten Weltkrieg auf russischer Seite schon qualitativ besser verarbeitete Kampfmesser in Gebrauch waren, unterstütze ich pers. diese These nicht.

Aufgrund der Klingenform hat ein Sammlerkollege auch schon gemeint, es könnte sich um ein Tauchermesser handeln, das glaub´ ich aber ebenfalls weniger.

Ein russischer Sammler hat mir gesagt, es könnte sich auch um eine conversion, (Umbau), eines Seitengewehres zu einem Kampfmesser handeln.
Das halte ich wiederum für eher wahrscheinlich, sowas haben bereits die Italiener im Weltkrieg praktiziert und Klingen von Vetterli-Seitengewehren gekürzt und daraus das "Kampfmesser Modell 1916" gefertigt.

Bin echt gespannt, ob irgendwann mal irgendjemand dieses Rätsel lösen kann ...


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 Betreff des Beitrags: Re: zwei unbekannte Kampfmesser
BeitragVerfasst: So Mai 16, 2010 11:38 am 
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Fähnrich
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Registriert: Sa Okt 04, 2008 4:11 pm
Beiträge: 420
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Hallo reibert,
:winke:

Schön das sich jemand mit "Blankwaffenerfahrung" hierher verirrt hat :happy:

wie gesagt,alles Vermutungen :haken:
Genaues ist zu diesen Messern nicht bekannt!
Ausführung der Gürtelschnalle und der Parierstange liessen eine Nähe zum Österreicher WK 1-2 zu,
da der Rumäne viel von Österreich modifiziert übernahm ,wäre diese Variante nicht mal abwägig...
Tauchermesser mit Holzgriffstück eher nicht,oder...... :?
Umbau eines SG ,ist mir nach betrachten der Klinge, perönlich zu unwahrscheinlich :schuld:
Beim russischen Kampfmesser ist da nicht die Klingenspitze anders ausgeformt :egal:
und beim Polen auch(der hat doch beim Russen abgekupfert?)
Aber man sollte niemals nie sagen :bruel:

Vielleicht erfahren wir es nochmal :grinss:

LG
:zwink:
kabl

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 Betreff des Beitrags: Re: zwei unbekannte Kampfmesser
BeitragVerfasst: Mo Mai 17, 2010 9:39 pm 
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Oberschütze
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Registriert: Di Mai 11, 2010 8:12 pm
Beiträge: 5
Servus, kabl !

Weiterhelfen konntest Du mir bei meiner Frage zwar nicht aber trotzdem hat es mich gefreut, daß Du einen link zu meinem "Stamm-Regiment" gesetzt hast !

Ich war, (und ich bin es im Herzen noch immer !), nämlich auch ein "Rainer", (1.Kp., 1.Zg., 1.Grp., LWSR 82, Standort: Kaserne Elsbethen, Glasenbach), obwohl dieses Regiment im Zuge einer "Heeres-Reform" schon vor Langem "aufgelöst" worden ist ...


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 Betreff des Beitrags: Re: zwei unbekannte Kampfmesser
BeitragVerfasst: Di Mai 18, 2010 5:28 pm 
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Fähnrich
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Registriert: Sa Okt 04, 2008 4:11 pm
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Wohnort: Gau Mittelelbe
Reibert hat geschrieben:
Servus, kabl !

Weiterhelfen konntest Du mir bei meiner Frage zwar nicht aber trotzdem hat es mich gefreut, daß Du einen link zu meinem "Stamm-Regiment" gesetzt hast !

Ich war, (und ich bin es im Herzen noch immer !), nämlich auch ein "Rainer", (1.Kp., 1.Zg., 1.Grp., LWSR 82, Standort: Kaserne Elsbethen, Glasenbach), obwohl dieses Regiment im Zuge einer "Heeres-Reform" schon vor Langem "aufgelöst" worden ist ...



Hallo Reibert,
:winke:

da bist du wirklich zu beneiden :cool: einem solchen traditionsreichen Regiment angehört zu haben!
Traurig mit den Heeresreformen :nogo:
Wäre schön öfter was von dir zu lesen :wink:

Grusse nach Österreich
:zwink:
kabl

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 Betreff des Beitrags: Re: zwei unbekannte Kampfmesser
BeitragVerfasst: Mi Mai 19, 2010 8:39 pm 
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Oberschütze
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Beiträge: 5
kabl hat geschrieben:
... Umbau eines SG ,ist mir nach betrachten der Klinge, perönlich zu unwahrscheinlich ...
Beim russischen Kampfmesser ist da nicht die Klingenspitze anders ausgeformt ...
und beim Polen auch(der hat doch beim Russen abgekupfert?)
...


Warum erscheint Dir in diesem Fall der Umbau eines Seitengewehr´s, (resp. dessen Klinge), als unwahrscheinlich ?
Für mich wäre das durchaus plausibel !

Zum Russischen Kampfmesser:
Ich hab´ geschrieben, daß Russische Kampfmesser im Zweiten Weltkrieg schon wesentlich besser verarbeitet waren als die von mir hier angefragten Kampfmesser und habe keinen direkten Vergleich zur Form der Klinge zu diesen sowjetischen Kampfmesser´n in den Raum gestellt ...

Daß das Polnische, (Nachkriegs), -Kampfmesser der Luftlande-Einheiten, (wz.55.), dem der Sowjetischen Kampfmesser aus dem Zweiten Weltkrieg der Luftlande-Aufklärungstruppen nachempfunden war, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein ...

Hier ein Beispiel eines Kampfmesser´s, (Italienisches Kampfmesser Modell 1916), dessen Klinge aus einer gekürzten Klinge, eines, (damals schon veralteten Vetterli-Seitengewehr´s ), gefertigt worden ist.

Aus "ausgeschlachteten" Klingen von, (damals schon als anachronistisch zu bezeichnenden), Vetterli-Seitengewehren wurden desweiteren auch Klingen für ein Italienisches Ersatz-Seitengwehr gefertigt, welches auf erbeuteten Österreichischen Mannlicher-Gewehren arretiert werden konnte !

Solcherart Seitengewehre wurden auch von der "Tschechischen Legion" verwendet, welche gegen Österreichische Verbände der Kuk-Armee eingesetzt worden sind.

Ich denke mal, daß reine Mutmaßungen nicht wirklich dazu beitragen können die Provenienz der, (hier im Beitrag von mir angefragten), Kampfmesser zu klären !

Jedenfalls hoffe ich darauf daß mir hier erfahrene Blankwaffensammler helfen können die Herkunft meiner Kampfmesser, (als auch den Zeitraum deren Produktion), bestimmen zu können !


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 Betreff des Beitrags: Re: zwei unbekannte Kampfmesser
BeitragVerfasst: Mo Mai 24, 2010 1:01 am 
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Fähnrich
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Beiträge: 420
Wohnort: Gau Mittelelbe
Reibert hat geschrieben:
Warum erscheint Dir in diesem Fall der Umbau eines Seitengewehr´s, (resp. dessen Klinge), als unwahrscheinlich ?
Für mich wäre das durchaus plausibel !
...


Hallo Reibert,

weil mir ganz einfach,an den von dir gezeigten Dolchen,sämtliche Herkunftsspuren die auf umgebaute Bajonette schliessen lassen fehlen :verd:

Selbst an den vetterlie "Dolchen" aus deinem letzten Beitrag sind auch nach Umbau noch Spuren der Hohlkehle(Blutrinne) zu sehen,an deinen angefragten Dolchen nicht :?
Griffstück mit Aufnahme Bajonetthalter und Arretierung sind zu sehen, das Fehlen sämtlicher Abnahmepunzen(berichtige mich wenn ich falsch liege),auf Dienststücken üblich.
Die Klinge ist in typischer Messerform geschliffen,daher in der Mitte hoch und nach links und rechts abfallend.
Ausserdem halte ich es für unwahrscheinlich, das Bajos an der Klinge, kurz vor dem Griffstück (Parierstange) eingekerbt(verjüngt) wurden,ist mehr ein Zeichen für Messer(Dolche),bei Bajonetten Fehlschärfe in gleicher Stärke wie die Klinge.

Kann sein,das es im Ausland anders war.....ist aber auch nicht meine Feldpostnummer :rauch:

Fazit ist,das sich kein Experte in der von dir genannten Zeitung, eine Zuordnung zutraute,sondern nur Vermutungen,wie wir hier auch :ka:
Und das war schon die Aussage in meinem ersten Beitrag :keule: :keule:


In diesem Sinne
LG
:zwink:
kabl

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 Betreff des Beitrags: Re: zwei unbekannte Kampfmesser
BeitragVerfasst: Mo Mai 24, 2010 7:16 pm 
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Oberstleutnant
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Hi
Wenn ich rein nach dem Griff gehe, dann würde ich auf russische Grabendolche aus dem 1.Weltkrieg tippen. Die aus dem 2.Weltkieg hatten andere Klingen. Siehe Bild.

Gruß eicke2 :bier:


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